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Internet unter 14

Internet unter 14

Foto: Erik Hersman

Ab wann ist man reif genug für das Internet? Eine schwierige Frage, oder? Eine pauschale Antwort darauf gibt es nicht, denn manch einer ist niemals “erwachsen” genug für das Internet.

Genau wie in der realen Welt gibt es auch im Internet Bereiche in die man lieber nicht geht, so wie manche Viertel in einer Stadt die man nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr betreten sollte. Es geht also darum ein Gefühl dafür zu entwickeln wo man sich gefahrlos Bewegen kann und darum dieses Wissen an die Kinder weiterzugeben. In diesem Artikel möchte ich ein paar Tipps geben, wie Sie das erreichen.

 

Ist das Internet für Kinder sinnvoll?

Auch das ist eine schwierige Frage. Auf der einen Seite lauern viele Gefahren im Netz, auf der anderen Seite ist das Internet aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken und je früher man sich damit beschäftigt, desto besser kommt man in der Zukunft damit zurecht.


Persönlich würde ich raten Kinder unter 14 Jahren nicht unbeaufsichtigt im Internet surfen zu lassen. Auch danach sollten Sie aber eine gewisse Vorsicht walten lassen, es kann viel passieren, ich spreche da leider aus Erfahrung.

Ich möchte Ihnen aber nicht zu viel Angst machen, es muss nicht gleich um Mord und Totschlag gehen, aber ich denke Sie stimmen mir zu, dass eine saftige Rechnung oder ein Schreiben vom Anwald einem auch ganz gehörig den Tag versauen kann.

Wie bringt man seinen Kindern das Medium Internet näher?

Im Netz finden sich haufenweise Seiten die speziell für Kinder erstellt wurden. Das geht von Hausaufgaben-Hilfen Seiten über Spieleseiten und Fanseiten zu Fernsehserien… die Liste ist endlos. Wo soll man also anfangen? Stellen Sie sich also vor, sie sitzen mit Ihrem/Ihrer Kleinen zum ersten Mal vor dem Rechner. Welche Seite rufen Sie auf? Google? Kann man machen, muß man aber nicht. Empfehlen würde ich eher eine spezielle Suchmaschine für Kinder wie zum Beispiel die Blinde Kuh oder Frag Finn.

Da haben Sie dann schonmal einen guten Einstiegspunkt, der Ihnen und Ihren Kleinen auch gleich unpassende Seiten vorenthält. Hier kann also der gemeinsame Spaß beginnen.

Surfen unter Aufsicht

Besonders für Neulinge im Netz ist es wichtig, dass Sie jemand bei der Hand nimmt und ihnen den “richtigen” Weg zeigt. Die Tatsache, dass Sie diese Seite gefunden haben bedeutet, dass Sie dieser Aufgabe schon mal prinzipiell gewachsen sind. Glückwunsch.

Ich finde, es ist wichtig, dass Kinder das Internet selbst entdecken dürfen. Zeigen Sie ihnen daher lieber nur einmal wie das mit den Suchmaschinen funktioniert und geben ihnen Denkanstöße wonach sie suchen könnten. Machen Sie das Surfen zu einem gemeinsamen Erlebnis und benutzen Sie ruhig öfters den Satz “Ui! Klick mal da drauf, das sieht interessant aus.”

Halten Sie aber die Augen offen und denken Sie daran, wie Sie reagieren würden, wenn Sie Ihr Kind an der Hand durch die Stadt führen und jemand fremdes bieten Ihrem Kind einfach so Süßigkeiten an. Leider passiert das im Internet an allen Ecken. Viele versuchen Ihr Kind mit irgendwelchen kostenlosen Artikeln zu ködern um im besten Fall an Ihre Adresse zu kommen um sie mit Werbung zu überfluten. Oder es kommen kostenpflichtige Zeitschriften Abos… alles schon passiert. Es fallen übrigends auch viele Erwachsene auf solche Angebote herein, also besser man lernt so früh wie möglich, dass oft ein Hintergedanke dahinter steckt, wenn jemand fremdes einem ein Geschenk anbietet.

Gespräch über das Erlebte

Wenn Sie sich die Zeit nehmen mit Ihrem Kind im Internet zu Surfen, planen Sie gleich anschließend ein wenig Zeit ein um über das gerade erlebte zu reden. Das muss keine Lehrstunde sein, sagen Sie einfach was Ihnen auf den Seiten gut gefallen hat und was Sie eher als “Schmarn” empfanden. Fragen Sie auch Ihr Kind was ihm gut gefallen hat und was es blöd fand. Sprechen Sie ruhig über alle Seiten auf denen Sie gerade waren und nutzen diese Gelegenheit um auch über die unpassenden Dinge zu sprechen wie z.B. die oben genannten Lockvogel Angebote. Sprechen Sie auch eines der wichtigsten Tehmen an:”Man darf nicht alles glauben was im Internet steht!”

Sich über die Seiten informieren

Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob eine Seite vertrauenswürdig ist, dann schauen Sie ruhig genauer hin. Bei offizielen Seiten nahmhafter Firmen wie Lego oder KiKa sind Sie in der Regel auf der sicheren Seite.

Wenn auf einer Seite Werbung geschaltet wird, heißt das nicht gleich, dass sie unseriöß ist. Allerdings haben die Seiten nur begrenzt Einfluss welche Seite da beworben wird. Also Vorsicht wo man hinklickt. Ein gutes Zeichen ist es, wenn die Werbung deutlich als solche gekennzeichnet ist. Ein schlechtes Zeichen ist es, wenn die Werbung so aussieht, als gehöre Sie zur Seite oder man weiß gar nicht wo man hinklicken soll vor lauter Werbung. Auch wenn die Seite total mit Werbeanzeigen überfrachtet ist, ist es ein ganz schlechtes Zeichen.

Seiten bei denen man sich erst anmelden muss um eine gewisse Information zu bekommen sollten Sie auch meiden genauso wie Seiten die einem gleich einen Fragebogen (der nichts mit der Seite zu tun hat) aufs Auge drücken.

Ich spreche hier erst einmal nur von normalen Internet Seiten um nicht den Rahmen zu sprengen gehe ich auf Dinge wie Chatrooms, Foren und Soziale Netzwerke in einem seperaten Artikel ein.

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